Du weißt am Sonntagabend, welche Klasse gemeint ist. Die, bei der der erste Satz nicht mehr trägt, bei der jede Stunde acht Minuten braucht, bis alle arbeiten, und bei der du selbst laut wirst, obwohl du weißt, dass es nichts bringt. Dieses Programm ist keine neue Regel und kein strenger Tag. Es ist eine Reihenfolge über sechs Wochen: drei Tage hinsehen, ein Montag mit Ansage, zwei Routinen und eine Leiter, die drei Gespräche, die drei Anrufe, der Klassenrat, die erste Gruppenphase, die Bilanz. Je Woche eine Seite zum Lesen, die Sätze im Wortlaut, ein Blatt fürs Pult – und ein Fünf-Minuten-Video, das dir sagt, worauf es diese Woche ankommt.
Die meisten Versuche scheitern nicht an der Idee, sondern an der zweiten Woche: Die Klasse testet, ob es ernst gemeint war, und genau dann schieben wir eine Regel nach, wiederholen die Ansage oder werden laut. Dieses Programm nimmt dir die Entscheidungen ab, die in dem Moment schiefgehen: Was du in Woche 0 tust und was nicht, was am Montag in welcher Reihenfolge gesagt wird, was beim dritten Mal kommt, wann die Eltern dran sind und wann die Klasse wieder Gruppenarbeit darf. Es ist die Reihenfolge, die ich selbst brauche – und die mir in den ersten Jahren gefehlt hat.
Woche 0 sind drei Tage Beobachtung mit Bogen, bevor du irgendetwas änderst – damit du am Montag Übergänge baust, wenn es in den Übergängen kippt, und nicht eine Regel gegen Reden. Ab Woche 2 kommt keine Regel mehr dazu. Was in Woche 1 angesagt wurde, wird gehalten: in Woche 2, wenn die Klasse testet, in Woche 4, wenn es besser wird, in Woche 6, wenn du es fast nicht mehr brauchst. Der Nachdenkplatz ist nie der Flur, niemand erfindet Maßnahmen, und bei Gewalt oder Drohung gilt der Meldeweg deiner Schule.
Als Klassenleitung oder als Fachlehrkraft mit drei bis fünf Stunden die Woche. Das Programm ist für diese eine Klasse gebaut – nicht für den Schulstart, nicht für alle Klassen gleichzeitig. Es beginnt an einem beliebigen Montag im Schuljahr, auch im November oder Februar.
Woche 2 hat eine eigene Seite und ein eigenes Video: die Reihenfolge bei Wiederholung, die fünf Sackgassen, die jeden Neustart zurückdrehen, und die drei Gespräche mit den Schlüsselpersonen, die mehr verändern als alle Routinen zusammen.
Die Fachlehrer-Absprache auf einer Seite, drei positive Anrufe in je drei Minuten, die Elterninfo als Kopiervorlage ohne „leider“. Wer vor dem Problem gehört hat, hört auch beim Problem zu.
46 Seiten in sieben Teilen. Je Woche eine Startseite, die du am Sonntag liest, dahinter der Wortlaut. 14 Blätter: neun bleiben bei dir, fünf gehen ohne Logo an Klasse und Eltern. Nichts wird ausgeschnitten.
Seit über 7 Jahren im Klassenzimmer – in Deutschland, Finnland und den USA, davon Jahre an einer Brennpunkt-Mittelschule. Dieses Programm ist die Reihenfolge, die ich selbst gebraucht hätte, als meine erste Klasse kippte: nicht mehr Regeln, sondern eine Woche nach der anderen. Es steht nichts darin, was ich nicht selbst mit einer Klasse gemacht habe.
15 von 46 Seiten, unbearbeitet aus dem PDF. Tipp auf ein Blatt, dann siehst du es groß.
Der Fahrplan, der Finder, der Druckplan – drei Seiten, dann weißt du, wo du anfängst.
Drei Tage hinsehen: die vier Muster, dein Anteil, der Standort-Bogen.
Der Neustart: die Wochenseite, die Ansage im Wortlaut, die zwei Routinen.
Halten: die Reihenfolge bei Wiederholung, die drei Gespräche, der Anruf.
Zurückholen: Rückmeldung, Klassenrat – und der Plan, wenn es wieder kippt.
Ihr seid mehrere? Wenn eine Fachschaft oder ein Kollegium das Heft gemeinsam nutzen möchte, schreib mir kurz an hello@klassenflow.com — ich melde mich mit dem passenden Weg.
Auf der Startseite jeder Woche steht eine Adresse, die dich zum Video führt – fünf Minuten, ohne Konto, ohne Kursplattform. Die Videos ergänzen die Seiten, sie ersetzen sie nicht: Alles, was du brauchst, steht im Heft. Wer nur lesen will, verpasst nichts.
Das Materialpaket ist ein Werkzeugkasten nach Themen. Der Kurs erklärt die Haltung dahinter. Das Programm ist die Reihenfolge für eine konkrete Klasse in einem konkreten Zeitraum: Was du in Woche 0 tust, was am Montag gesagt wird, was in Woche 2 nicht. Wer den Kurs hat, findet die Haltung wieder – hier als Wochenplan.
Mit drei bis fünf Stunden trägt das Programm allein. Mit weniger brauchst du das Fachteam: Die Absprache auf einer Seite bittet die Kolleginnen um das Minimum, die Start-Routine. Wer die hat, kann auch mit zwei Stunden starten – langsamer, aber es hält.
Nein, und das steht so im Heft: Der Nachdenkplatz ist ein Einzeltisch im Raum oder ein abgesprochener Ort mit Aufsicht. Der Flur ist der Ort, der nicht trägt, weil du dort keine Aufsicht hast. Welche Ordnungsmaßnahmen es gibt, regelt das Schulrecht deines Landes – das Programm erfindet keine.
Dann ist das Programm nicht gescheitert, sondern noch nicht fertig: Woche 2 und 3 werden mit denselben Seiten noch einmal angehängt. Viele Klassen brauchen acht Wochen. Und für den Moment, in dem es später wieder kippt, liegt der Rückfallplan im Pult – drei Frühwarnzeichen, die ersten 48 Stunden.
Das Programm ist fertig – die Bestellabwicklung richte ich gerade ein. Sobald sie steht, wird der Kauf-Button hier aktiv. Es gibt keine Warteliste; schau in ein paar Tagen noch einmal vorbei oder schreib mir kurz an hello@klassenflow.com.